Grundsätzliche Fragen

Wer plant die Umgestaltung des Georg-Kronawitter-Platzes?

Die Landeshauptstadt München, die Stadtratsfraktionen und die Münchner Unternehmen INKA Holding GmbH & Co. KG und
Hirmer Immobilien GmbH & Co. KG werden in engem Schulterschluss die Umgestaltung des Sattlerplatzes erarbeiten.
Grundlage dieser Planungen ist der Aufstellungsbeschluss für einen neuen Bebauungsplan der Landeshauptstadt München. Demzufolge werden die heutigen Gebäude (Hirmer-Parkhaus, Postgebäude) abgerissen und neu errichtet. Der vorgestellte Masterplan sieht auf dem Bereich zwischen Färbergraben und der heutigen Fußgängerzone in der Kaufingerstraße folgendes vor:

  • Abriss des Hirmer-Parkhauses und Errichtung eines neuen Gebäudes in dem Einzelhandel, Büronutzung und Wohnen möglich ist (Baufeld A)
  • Das Postgebäude wird abgerissen und in der selben Kubatur wieder errichtet darin wird ein Hotelnutzung realisiert
  • Im Mittelteil wird das sog. Solitär errichtet. Auf der Dachterrasse wird es einen öffentlichen Raum geben. Der Platz zwischen den Gebäuden lädt zum Flanieren ein. Ein Wasserlauf und der Baumhain werden den Platz lebendiger machen und laut Architekt Hamann „die Vögel zurück in die Innenstadt holen“.
  • Die geplante Tiefgarage unter dem Georg-Kronawitter-Platz wird die notwendige Anzahl an KFZ-Stellplätzen nachweisen. Auch an die Radfahrer in der Innenstadt ist gedacht mit einem sog. Fahrradstellplatz.


Wie soll die Fußgängerzone erweitert werden?

Wir erleben heute in der Münchner Altstadt zwei sehr gut eingespielte Fußgängerzonen. Durch die Verbindung der Kaufingerstraße/Rosenstraße und der Sendlinger Straße sowie künftig die Umwidmung der Fürstenfelder Straße, Sattlerstraße und einem großen Teil des Färbergrabens in eine Fußgängerzone. So entsteht ein zusammenhängendes Wegenetz, das mit hoher Aufenthaltsqualität zu Fuß erlebt werden kann.


Welche Art Wohnungen wird neu entstehen?

Gemäß Aufstellungsbeschluss des Münchner Stadtrats wird am Georg-Kronawitter-Platz auch neuer Wohnraum entstehen. Die Planungen für die Wohnbebauung werden noch erstellt, aktuelle Informationen dazu werden wir voraussichtlich auf dieser Website veröffentlichen. In der Zwischenzeit bitten wir Sie, von Anfragen Abstand zu nehmen.

Verkehr

Wird sich das Verkehrsaufkommen erhöhen?

Durch eine intelligente Verkehrsführung und geänderte Zu- und Abfahrten fließt der Verkehr künftig besser ab als bisher. Also: Weniger Verkehr. Vor allem aber kein Durchgangsverkehr mehr.


Welche konkreten Verkehrszahlen werden im Quartier erwartet?

Heute erleben wir einen hohen Parkraum-Suchverkehr im Hackenviertel, der unnötige Verkehrsbelastungen erzeugt. Zukünftig verhindert ein intelligentes Parkraummanagement bereits an den neuralgischen Einfahrtspunkten unnötigen Verkehr.

Ganz konkret könnten in der Herzog-Wilhelm-Straße und der Damenstiftstraße die Fahrtrichtungen der Einbahnstraße geändert werden, um einen reibungslosen Verkehrsfluss zu ermöglichen, so dass es bis zu 3.000 Fahrzeugbewegungen täglich weniger als heute im gesamten Hackenviertel geben wird.


Wird es genügend KFZ-Stellplätze geben?

Auf Basis von intensiven Untersuchungen, Verkehrszählungen und Befragungen wurde genau analysiert, welche Stellplatzzahl notwendig sein wird. Geplant ist eine Tiefgarage unter dem Gesamtareal. Übrigens: Auch an die Radler ist gedacht. Immer mehr Menschen fahren in die Innenstadt mit dem Rad und nutzen so nicht nur der Umwelt, sondern auch Ihrer Gesundheit.


Wie wird der Lieferverkehr für den Einzelhandel gelöst?

Die verkehrlichen Planungen gewährleisten auch nach der Umgestaltung des Sattlerplatzes einen reibungslosen Lieferverkehr für den Einzelhandel.


Welche Nachteile entstehen für die Gewerbe, die künftig innerhalb der Fußgängerzone liegen?

Die Erfahrungen bei der Umwandlung von Kraftfahrstraßen in Fußgängerzonen, wie zuletzt in München ja auch in der Sendlinger Straße geschehen, zeigen, dass Einzelhändler und andere Gewerbe nicht mit Umsatzeinbußen rechnen müssen. Im Gegenteil können wir davon ausgehen, dass durch die spürbar gesteigerte Aufenthaltsqualität der künftigen Fußgängerzone und des Sattlerplatzes sogar mehr Menschen das Quartier besuchen werden.


Werden die Gewerbetreibenden, aber auch die Anwohner frühzeitig informiert?

Ja, natürlich. Mit vorliegender Planungssicherheit werden die Anlieger frühzeitig informiert. Informationen werden direkt an die Anlieger ausgegeben, sei es über persönliche Gespräche, Briefsendungen oder Aushänge. Natürlich stehen wir auch gerne für Rückfragen zur Verfügung, nutzen Sie dazu einfach unser Kontakt-Formular.

Gestaltung und Mitbestimmung

Wird der neue Georg-Kronawitter-Platz überhaupt ins Stadtbild passen?

Voraussichtlich wird es einen städtebaulichen Gestaltungswettbewerb geben. Dazu werden Architekten eingeladen Vorschläge für die Gestaltung der Gebäude und vor allem für die Freiflächen zu machen. Es wird eine verbindliche Vorgabe sein, sich an die städtischen Vorgaben zur Gestaltung von Gebäuden in der Innenstadt zu halten, aber auch die Belange des Denkmal- und Ensembleschutzes zu erfüllen.


Werden die Bürger ein Mitspracherecht bei der Gestaltung haben?

Der Georg-Kronawitter-Platz soll ein Platz für München und die Münchner werden. Für die Gestaltung des Georg-Kronawitter-Platzes ist ein Architektenwettbewerb geplant, in dessen Vorfeld wir die Bürgerinnen und Bürger in den Dialog einbinden werden.
Politik und Eigentümer wollen im engen Dialog mit den Anwohnern, den Nachbarn und den Bürgern im Hackenviertel die Überlegungen diskutieren.